Global Space Odyssey am 21.07.2012

On: 23/07/2012

Es wurde am 21.07. wieder bunt, laut und auch kritisch auf der diesjährigen Global Space Odyssey. Wer hier nach Science Fiction sucht, kann dies lange machen. Denn bei der GSO ging es nicht etwa um Außerirdische, sondern um eine kulturpolitische Demonstration, die sich für die vielen verschiedenen alternativen Kulturen in Leipzig engagiert. „Leipzig ist, was WIR draus machen“ stand auf einem der vielen Trucks welche die Demonstration mit lauter Musik unterstützten. Ca. 3000 Menschen haben sich zwischen den Trucks auf die ca. 10 km lange Strecke quer durch die Stadt begeben. Nach dem Start des Protestzuges am Connewitzer Kreuz und einem Zwischnhalt auf dem Augustusplatz direkt vor der Oper bewegte sich der Protestzug lautstark weiter zum Wilhelm-Külz-Park, wo der mit Bands und Musik der Protestzug künstlerisch ausklang. Sinn und Zweck der Demonstration war einmal gegen die Gebührenerhöhung der GEMA vorzugehen, die viele kleine und auch große Clubs 2013 an den Rand der Existenz bringt. Des andren sind so viele Leute gekommen damit die Stadt Leipzig auch sieht, das es mehr als nur die „Hochkultur-Leuchttürme“ gibt um die man sich kümmern muss. Immerhin wirbt Leipzig mit seiner kulturellen Vielfalt weltweit, fördert aber nur unzureichend die kleineren und unbekannteren Bands, Clubs und Veranstalter. Es gibt für die vielen Nachwuchsbands, DJs, Produzenten, Songwriter und Künstler zu wenig bezahlbare Proberäume und Tonstudios. Auch das Engagement für die Legalisierung von nicht-kommerziellen Kulturveranstaltungen im Freien war dieses Jahr auch wieder ein Thema, wo es darum geht, dass die Stadt Leipzig im Zeitraum April bis September mindestens 3 Flächen zur Verfügung stellt. Vergabe und Verwaltung dieser Fläche an die kulturschaffenden Veranstalter sollte von einem gemeinnützigen Verein erfolgen. Doch dieser Vorschlag lief ins Leere, und nach mehreren hin und her, gibt es immer noch keine Lösung. Wer aber ab 22:30 noch nicht genug vom Demonstrieren und dem Demoausklang im Park hatte, konnte sich in einen der 5 Clubs zur Aftershow Party stürzen. Es gab für jeden Musikgeschmack den richtigen Club, wo man ausgelassen den Tag zu Ende feiern könnte. Und feiern wollten noch viele, wovon sich Teammitglieder der Schwarzen Presse in der Villa Leipzig und der Damanhandschuhfabrik überzeugen konnten.  Sollte sich nicht bald etwas für die alternativen Kulturen ergeben wird es wohl auch nächstes Jahr eine Global Space Odyssey geben, mindestens ebenso laut, bunt und kritisch wie 2012.

Gastbeitrag von Felix Schimmel - Praktikant bei der Redaktion Leipzig des MSG-Magazin

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